Geschichte

 

Die katholischen Akademien in Deutschland entstehen nach der katastrophischen Erfahrung des Kulturbruchs durch den Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg und die Shoa. Es war das Anliegen engagierter christlicher Männer und Frauen, den  notwendigen Neuaufbau des geistigen, gesellschaftlichen und politischen Lebens in Deutschland aus dem Geist des Evangeliums und der jüdisch-christlichen Tradition mitzugestalten.

Erfahrungen aus dem kulturellen und politischen Katholizismus der Weimarer Zeit (Romano Guardini u.a.) waren hier inspirierend wie das Vorbild der bereits 1945 gegründeten Evangelischen Akademie Bad Boll maßgeblich.

Die erste Katholische Akademie wird 1951 wird in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gegründet. Beschränkte sich bis 1989 die Gründung von Akademien auf Westdeutschland, so kam es nach dem Fall der Mauer 1989 zu Neugründungen im Osten Deutschlands (Berlin, Dresden, Erfurt, Magdeburg).

Mit den Namen einzelner Akademien ist die Erinnerung an wichtige gesellschaftspolitische und kulturelle Diskussionen verbunden, andere wurden international anerkannte Orte der christlich-jüdischen bzw. christlichen-muslimischen Begegnung. Als gastfreundliche Foren des gesellschaftlichen und kulturellen Dialogs und der christlichen Bildung genießen die Akademien heute in und außerhalb der Kirche eine hohe Wertschätzung.